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Erinnerungen

Till ist mitten in der Chemo. Ich liege neben ihm im Kispi.Bett. Wir hören seine Lieder. Mehr geht jetzt nicht. Er hat sich eine neue CD gewünscht..Himmelwiit..von Andrew Bond. Hand in Hand hören wir zu. Irgendwann fragt mich Till..Meme, glaubst du an Gott?..Die Antwort fällt mir Kirchenfernen so leicht..Wie könnt ich nicht..an den Gott glauben, den du selbst gefunden hast.. der mit dir spricht und dir Antwort gibt auf deine Fragen..Er sagt nichts. Ich spüre sein weiches Händchen in meiner. Drücke es. Weiss doch, dass wir ihn verlieren werden. Und ich schliesse meine Augen, um diesen Schmerz wie kein anderer zu ertragen. Um nur dieses warme gute vertraute Händchen zu spüren und nie mehr zu vergessen, wie sich das anfühlt. Das ist Liebe. Das ist Glück.**Tills letzter Sommer..Wir machen 2 Tage Ferien in Zürich, wohnen im Hotel..Abends gehn wir essen und warten dann aufs Tram..Hoffentlich ein Kobra-Tram, sagt Till, wegen dem Rollstuhl. Der 4er kommt und es ist tatsächlich eine Kobra..Till lacht und sagt..habs gewusst..wir haben einfach immer Glück!***Tills letzter Frühling..so viele sind krank..haben Grippe.. Wir reden davon und Till sagt ganz stolz..ich bin nie krank!..**Weihnachten 2011..Ich gehe mit Malin und Kerstin hier zum Friedhof, um die Gräber meiner Eltern und Grandmaman zu schmücken und zu beleuchten..Malinchen zündet die Kerzen und sagt zum Himmel hinauf..Opa und Oma, ihr habt eine wunderbare Tochter..Meine Augen füllen sich mit Tränen. Auch das ist Liebe. Auch das ist Glück.Dezember 2011..Ile, der vierjährige Cousin von Till, möchte auch eine Weihnachtskarte schreiben..Wem, frage ich..An Till, sagt er..Was möchtest du ihm denn schreiben?..Dass er in unsern Herzen ist..Der Kleine klebt, schreibt und plaudert..Er trägt grad sein lustiges Eisbärenkostüm und schreibt auf die Karte noch..vum Isbär..verschmitzt sagt er..Wenn Till das liest, wird er so lachen, dass der Mond wackelt..und er lacht sein herrliches Lachen..Meme, soll ich warten bis mein Schutzengel einmal vorbeikommt, um ihm den Brief mitzugeben..oder nimmst du ihn mit zur Post?Wieder Liebe. Wieder Glück.Wir reden davon, dass Ile ja mal Arzt werden könnt. Und ich rechne..sage, bis dann bin ich vielleicht auch bei den Sternen..Ile lacht..Meme, dann wirst du halt zum Sternendoktor Till gehn..Er will wissen, hat Till seine Legos mitgenommen? Nein, sage ich..er braucht sie nicht, dort wo er jetzt ist. Er wird mit den Wolken spielen..Rutschbahnen damit bauen und Legos. Er lacht..vielleicht verwandelt sich Till plötzlich in eine Wolke und fliegt wieder zur Haustüre hinein..Danke Ile für diese hoffnungsvollen Gedanken. Immer wieder.**Malin malt draussen Tills Sarg an..einen grossen Regenbogen auf den Deckel und 10 Herzen in den Deckel, weil er 10 Jahre lang trotz allem so ein schönes fröhliches liebevolles Leben hatte..Plötzlich sagt sie, er heisst jetzt nicht mehr Sarg, weil mir dieses Wort nicht gefällt. Er heisst jetzt Regenbogenhülle.Danke, Malinchen..für dieses kostbare Wort..Wir nehmens mit und werdens niemals vergessen..bis es Zeit wird irgendwann für unsere eigene Regenbogenhülle!Ile sagt..Meme, ich möcht heute das Auto wieder haben, das ich in Tills Regenbogenhülle gelegt habe. Das geht nicht, sage ich..Er denkt nach und lacht..vielleicht wirft Till es ja heute hinunter..Danke Ile, dass du uns immer wieder zum Lachen bringst..Alleine würden wir Grossen diese kunterbunten fröhlichen Bilder nie finden.Danke von Herzen meinem Sohn und seiner Frau, dass Ihr die Grösse hattet, euren kleinen Mann an allem, was Tills Abschied betraf, teilnehmen zu lassen. Das war so mutig und stark. Ile lacht immer, wenn er von Till spricht..und er weiss, dass es ihm gut geht jetzt, oben bei den Sternen. Er denkt sich die schönsten Geschichten aus und wir hören zu..dankbar ohne Ende...Als meine Schwester Elisabet zum Sternenkind wurde, durften ihre zwei Erdenschwestern nicht an ihrem Abschied teilnehmen..Bei wildfremden Menschen wurden wir plaziert, während der Abdankung. Zufällig sahen wir aus dem Fenster, als der Leichenzug gerade vorbeilief. Da gab es keine Antworten auf all die ungestellten Fragen..nicht diese gemeinsame Sprache, wie wir sie erleben nun.Meine Schwestern und ich..wir haben uns verloren, in der Zeit als wieder ein Kind sterben musste..Diesmal das Kind meiner Tochter. Mein Enkel. Wieder gabs keine gemeinsame Sprache.Ganz nahe Menschen zu verlieren, dann wenn die Haut so dünn ist, tut entsetzlich weh. Was für Pflaster für solche Wunden? Und doch geht das Leben weiter..immer wieder!Und es wachsen neue Verknüpfungen..im Kopf und im Herz..Das ist Hoffnung. Das ist Glück.Es ist wie es ist. Einer der wichtigsten Sätze für uns jetzt. Manchmal muss man Ungelöstes Ungereimtes reduzieren auf diesen banalen aber so wahren Satz.**Ile sagt zu Pepe..Du bist doch Lehrer und weisst trotzdem nicht alles...Ich bin nicht der liebe Gott, antwortet dieser...Wer ist der liebe Gott, und wenn er alles weiss, warum ist der denn nicht Lehrer?, meint der Kleine.**Ile hat wieder eine Idee..Ich weiss jetzt, wie wir Till hinunterholen könnten. Wenn alle Menschen auf der ganzen Welt einen Turm bilden, einer sich auf die Schultern des andern stellt, dann sollte es gehen...Da muss aber jemand ganz starkes unten sein, sage ich. ..Ja, der liebe Gott, antwortet er..und ganz oben will ich sein, damit ich Till abholen kann.**Ile möchte einen Stein aus Tills Sammlung und zwar den Stein, der Kraft gibt, wenn etwas weh tut. Till braucht ihn ja jetzt nicht mehr, weil er ein kleiner Geist jetzt ist oben bei den Sternen, dem nie mehr etwas weh tun..und dann lacht er sein wunderbares Lachen..**Wir sind im Migros Restaurant, Ile und ich..Und dann kommt dieser Platzregen und wir müssen warten. Ile sagt..Meme vielleicht kommt plötzlich die Arche Noah, wenn das nicht aufhört mit dem Wasser..Immer wieder läuft er hinaus, um zu schauen, wie es aussieht..Dann lacht er und sagt, vielleicht kommt sie ja doch noch angefahren..mit Till am Steuer..**Irgendwann nach Tills Rückfall schon gibt es eine Grippewelle in Dielsdorf und überall..Till ist zuhause und wundert sich gerade..warum sind alle andern immer krank..und nur wir nicht?..**Wir brechen auf zu unserer letzten Reise der Hoffnung mit Till und nehmen gemeinsam den Nachtzug nach Hamburg. Malin sind unbeirrt und die ganze Zeit "Ich schlafe niene so guet wie imene Nachtzug", während sie aus ihrem Bett die vorbeiziehende Landschaft anschaut. Ihr Glück, dass wir wiedereinmal wegfahren, wie die andern Familien es auch tun, ist allgegenwärtig.Till findet den Schlaf nicht auf seiner Pritsche und wälzt sich ewig hin und her. Das Glück und die Trauer sind mitgekommen. Es gibt das eine nicht mehr ohne das andere. Erst sehr spät finden wir alle einen kurzen Schlaf."



wir Sternenkinder-Grosseltern